Was ist mit dem „Taufweg“ gemeint?

Die Taufe ist einmalig, aber sie muss immer wieder im Leben des getauften Menschen entfaltet werden. Dem Zuspruch Gottes entspricht sein Anspruch auf unser Leben. Wer getauft ist, ist von der Macht der Sünde und des Bösen befreit. Wer mit der Taufe den Heiligen Geist Gottes geschenkt bekommt, dessen Leben wird neu ausgerichtet. Wer aus dem „Bad der Wiedergeburt“ aufgetaucht ist, sucht nach einem Leben im Einklang mit Gott (vgl. Römer 12,2). Getaufte sind auf ihrem Weg nicht allein unterwegs. Die Taufe führt in eine neue Gemeinschaft hinein. Christinnen und Christen werden nach einem biblischen Bild als Glieder am Leib Christi beschrieben (1. Korinther 12). Trennende Unterschiede und Gegensätze sind in diesem Leib aufgehoben (Galater 3,28). Getaufte sind füreinander Wegbegleiter.

Die Taufe ist grundlegend für das Christsein. Die Taufhandlung in einem Gottesdienst stellt das anschaulich dar. Es ist gut, im Leben immer wieder auf diese Grundlage zurückkommen zu können. Wenn sie ihr Kind zur Taufe bringen, sind viele Menschen, bewegt von dem Wunsch nach einem besonderen Schutz. Wenn sie ihr Neugeborenes ansehen, wird vielen Eltern deutlich, wie zerbrechlich jedes Leben ist. Sie bitten um Gottes Segen für ihr Kind. Der Segen des dreieinigen Gottes ist die Zusage, die in der Taufe liegt. Das hebt die Zerbrechlichkeit des Lebens aber nicht auf. Die Taufe ist keine magische „Schluckimpfung“. Sie ist aber auch keine bloße Namensweihe oder die Begrüßung eines neugeborenen Erdenbürgers. Sie ist das verlässliche und unverrückbare Zeichen dafür, dass Gott seine schützende Hand über uns hält - auch dort, wo wir mit unserer menschlichen Kraft an Grenzen stoßen.

 
 
 
 
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